
In manchem Unternehmen sitzen die am besten verdienenden Mitarbeiter im Verkauf, insbesondere im Aussendienst. Dies überrascht nicht, denn oft sind auch die Mitarbeitenden im Verkauf diejenigen, die am ausgeprägtesten leistungsabhängig bezahlt werden. Welche Formen von variablen Vergütungssystemen sind verbreitet? Welche Probleme gehen mit leistungsabhängigen Salären einher? Worin bestehen Vorteile und Nachteile für die beiden Parteien? Was sind – aus heutiger Sicht – Anforderungen an ein modernes Salärsystem? Und welches Vergütungssystem treffen wir wo am häufigsten an?
Diese Fragen werden nachfolgend möglichst pointiert und doch umfassend genug diskutiert.
Variable Entlohnungsformen
Provisionen
Prämien
Probleme variabler Vergütungssysteme
Ein attraktives Salärsystem kann Menschen im Verkauf zu überdurchschnittlichen Leistungen motivieren. Insbesondere leistungswillige und -fähige Mitarbeiter reizt die Aussicht auf zusätzlichen Verdienst, der dann auch wirklich verdient ist.
Provisionen sind laufende Honorierungen von Verkaufsleistungen und werden grundsätzlich an Verkaufsergebnissen eines Verkäufers orientiert. Bei der Zahlung einer Provision muss darauf geachtet werden, dass sich die erzielten Umsätze dem Verkäufer direkt zuordnen lassen, er sie durch seine Leistung selbst beeinflussen kann und ihm die Höhe seiner erhaltenen Provision transparent ist. Provisionen können linear, progressiv, degressiv oder S-förmig gestaffelt sein.
Setzt man die lineare Umsatzprovision ein, entlohnt man die Verkäufer mit einer festen, klar definierten Provision auf die von ihnen erzielten Umsätze entweder in Form von prozentualen Anteilen oder pro verkaufte Einheit, wobei sie pro Einheit einen festen Betrag erhalten. Mit dieser Art der Entlohnung hat man einen starken Leistungsanreiz bei den Verkäufern geschaffen, die Umsätze und Abschlüsse zu steigern, jedoch steht dabei nicht mehr der Gewinn im Vordergrund. Ausserdem werden umsatzschwächere Produkte vom Verkäufer nicht gefördert.
Die progressive Umsatzprovision ist ähnlich wie die lineare Umsatzprovision aufgebaut, jedoch steigt ihr Prozentsatz mit zunehmendem Umsatz.
Die degressive Umsatzprovision ist die Umkehrung der progressiven Umsatzprovision. Da höhere Umsätze nicht mehr steigend honoriert werden, fällt die Motivation des Mitarbeiters noch höhere Umsätze zu erzielen. Sie ist somit sinnvoll, wenn das Produkt anfangs schwer zu verkaufen ist, Folgeverkäufe jedoch automatisch erfolgen.
Die S-förmige Umsatzprovision ist wohl die modernste der nichtlinearen Umsatzprovisionen. Sie verbindet die Vorteile der progressiven und degressiven Umsatzprovision. Im unteren Bereich steigert sie die Verkaufsanstrengungen der Verkäufer und oberhalb können sie besser zu einem vom Unternehmen festgelegten Ziel gesteuert werden. Auch die Verkaufskosten und eventuell überhöhten Umsätze werden nicht noch mehr in die Höhe getrieben.
Bemessungsgrundlage bei Deckungsbeitragsprovisionen ist der DB II, welcher eindeutig durch die Verkäufer beeinflussbar ist. Deckungsbeitragsprovisionen haben dieselben Vorteile wie Umsatzprovisionen und noch einen mehr, da durch die Orientierung am DB von einem ertragsorientierterem Denken und Handeln des Verkäufers auszugehen ist. Er wird nun verstärkt über den Preis argumentieren. Dadurch kommt es zu einer Verringerung der unwirtschaftlichen Umsätze und einer Förderung der DB-intensiven Produkte, welche früher, eventuell wegen ihrer Umsatzschwäche, nicht so bevorzugt wurden. Da jedoch viele Grössen den DB beeinflussen, wird die Darstellung eines für den Verkäufer transparenten und nachvollziehbaren Entlohnungssystem erschwert. Problematisch ist auch, dass viele KMU gar keine DB-Rechnung haben.
Eine weitere variable Einkommenskomponente stellen Prämien da. Diese werden i.d.R. nicht in regelmässigen Zeitabständen vergeben, sondern nur zur kurzfristigen Zielerreichung. Bei der Prämienregelung hat die Unternehmensführung grossen Freiraum, da alle möglichen Bemessungsbasen möglich sind. Auch in der Entlohnung ist man nicht an Geld gebunden. Neben den monetären Anreizen können auch Reisen, Sachpreise oder gar Aktien den Verkäufern angeboten werden.
Eine angemessene Vergütung mittels variabler Vergütung ist in der Praxis nicht unproblematisch. Ursachen dafür sind:
| Vorteile | Nachteile | Typisch für | |
|---|---|---|---|
| Fixum |
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| Umsatzprovision |
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| Degressive Umsatzprovision |
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| Progressive Umsatzprovision |
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| Deckungsbeitrags- orientierte Provision |
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| Provision nach Zielerreichung |
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| Prämien |
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Moderne Vergütungssysteme im Verkauf…:
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Provisionen
Prämien
Probleme variabler Vergütungssysteme