15. September 2009 von Cornel Müller

Über Primär- und Sekundärerhebungen lassen sich die notwendigen Daten für eine Konkurrenzanalyse beschaffen. In der Praxis bietet sich hierzu ein breites Spektrum an unterschiedlichen Beschaffungswegen und Informationsquellen an.
- Beschaffung von Informationen von ehemaligen und gegenwärtigen Mitarbeitern der Konkurrenz
- Ausfragen von Stellenbewerbern, die bei der Konkurrenz gearbeitet haben
- Ausschreiben fiktiver Stellenanzeigen mit dem Ziel, Bewerberinterviews mit
Konkurrentenmitarbeitern führen zu können
- Abwerben von Mitarbeitern der Konkurrenz
- Besuch von Fachtagungen und Kongressen, wobei Konkurrenten in
Fachgespräche verwickelt werden
- Interviewen von Konkurrenten
- Führen von Beratungsgesprächen mit Ingenieursbüros, Unternehmensberatern und Steuerberatern
- Beschaffung von Informationen von Geschäftspartnern der Konkurrenz
- Befragen der Konkurrenten mit Hilfe von Stammkunden, die über die Konkurrenzaktivitäten Bescheid wissen
- „Kunden”-Anfragen bei der Konkurrenz (potentielle Kunden erhalten eher Auskunft über neue Produkte)
- Aushorchen von Lieferanten der Konkurrenz (besonders derjenigen bei denen man selbst Kunde ist)
- Beschaffung von Informationen durch Auswertung von Dokumentationen und Publikationen
- Analysieren von Stellenanzeigen, da häufig Rekrutierungen durchgeführt werden, bevor ein neues Produkt vorgestellt wird
- Auswerten von amtlichen Quellen und Dokumentationen
- Studieren und Interpretieren von Presseartikeln, Geschäftsberichten und Unternehmensbroschüren
- Beschaffung von Informationen durch direkte Beobachtung
- Generierung von Indikatorwerten und Zusammenfügung zu einem Gesamtbild, z.B. Umsätze/Stückzahlen über einfaches Abzählen (z.B. LKW-Ladungen, beladene Waggons) und Schätzungen
- Besuchen von Messen und Montagewerken
- Rekonstruieren von Produkten zur Gewinnung von Erkenntnissen über Konkurrenzprodukte und Fertigungstechniken
- Aufkaufen von Konkurrenzprodukten, um z.B. Hinweise auf Forschungsaktivitäten zu erhalten